Stadtplan aus dem Jahr 1857 mit der Begriffserklärung zu "Szer" und "Szeg" nach Laszlo Somogyi "Die burgenländischen Magyaren"

Stadtplan aus dem Jahr 1857 mit der Begriffserklärung zu "Szer" und "Szeg" nach Laszlo Somogyi "Die burgenländischen Magyaren"

„Szeg”: Ursprünglich bestand die heutige Siedlung Felsöör (Oberwart) aus zwei „Szeg”- namigen Siedlungsteilen: Alszeg (Untertrum) und Felszeg (Obertrum). Szeg ist eine magyarische, aus der Landnahmezeit stammende Bezeichnung und bedeutet das Siedlungsgebiet eines Sippenzweiges. In Oberwart und in vielen Siedlungen der Siebenbürger Szekler blieb diese alte Siedlungsbezeichnung bis heute erhalten. Zwischen der einzelnen Szeg gab es immer einen freien Raum. In diesem Freiraum konnte sich das heutige Stadtzentrum von Oberwart ansiedeln und entwickeln. // „Szer” ist die Siedlungseinheit einer Großfamilie. Ursprünglich waren wahrscheinlich zehn Szer (Großfamilien) in einem Szeg (Sippenzweig) vorhanden. Auf dieser aus dem Jahre 1857 stammenden Siedlungskarte sind im Alszeg (Untertrum) und im Felszeg (Obertrum) je sechs Szer Siedlungseinheiten der Großfamilien deutlich erkennbar. Bei ihrer Ansiedlung haben die Magyaren auch bei der kleinsten Szer- Siedlungsgruppe der Großfamilie einen Platz siedlungsfrei gelassen. Es ist eine Seltenheit, daß dieses nomadenzeitliche Grundprinzip hier bis zur kleinsten Einheit der Großfamilie sichtbar wird.

JAHR DER ENTSTEHUNG

1857

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: © Dr. Laszlo Somogyi "Die burgenländischen Magyaren"

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