Bildungscampus (Schulgasse 31) mit Volksschule und Räumlichkeiten für die Zentralmusikschule sowie die Stadtkapelle: Eröffnung am 23. Oktober 2025 - Lehner/Bayer-Miertl/Rosner/Tomisser/Imre/Winkler/Leitgeb/Dorner - Geschichte der Volksschule

Bildungscampus (Schulgasse 31) mit Volksschule und Räumlichkeiten für die Zentralmusikschule sowie die Stadtkapelle: Eröffnung am 23. Oktober 2025 - Lehner/Bayer-Miertl/Rosner/Tomisser/Imre/Winkler/Leitgeb/Dorner - Geschichte der Volksschule

Die Erwachsenen v.l.n.r.: 1 Bildungsdirektor Alfred Lehner, 2 MVO-Obrau Angelika Bayer-Miertl, 3 Bgm. Georg Rosner, 4 ZMS-Direktorin Ramona Tomisser, 5 Volksschuldirektorin Roswitha Imre, 6 Bildungs-LR Daniela Winkler, 7 Vzbgm. Michael Leitgeb, 8 LR Heinrich Dorner; - Geschichte der Volksschule: Seit jeher gibt es in Oberwart drei Konfessionen: die evang. Pfarrgemeinde A. B., die evang. Pfarrgemeinde H. B. und die röm. kath. Pfarrgemeinde, und als das Schulsystem noch nicht staatlich organisiert war, hat daher jede Pfarrgemeinde auf die Ausbildung ihrer Mitglieder geachtet. Das bedeutete, dass jede Pfarrgemeinde eine eigene Volksschule führte, die jeweils in einem Gebäude nahe der Kirche untergebracht war. - Bereits vor dem Ersten Weltkrieg, wahrscheinlich ab 1910, gab es in Oberwart neben den konfessionellen Schulen eine Staatsschule, die der Magyarisierung dienen sollte und in der vor allem Beamtenkinder und Romakinder unterrichtet wurden. Diese Schule wurde 1921 beim Anschluß des Burgenlandes an Österreich aufgelassen. Bekannt ist auch, dass zur Zeit der jüdischen Gemeinde in Oberwart, deren erster Rabbiner, Felix Blau, 1923 sein Amt antrat, eine jüdische Schule existierte. - Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich wurden auf Grund eines Erlasses der Bgld. Landesregierung die konfessionellen Schulen sowie die Gemeinde- und Privatschulen 1938 aufgelöst. An ihre Stelle trat die "Allgemeine öffentliche Schule". Mit Ausbruch des Krieges im Jahre 1939 rückten die meisten männlichen Lehrkräfte zur Wehrmacht ein. Die Lücken wurden durch Wiederindienststellung bereits ausgeschiedener und pensionierter Lehrkräfte ausgefüllt. Selbst durch diese Maßnahme konnte der Mangel an Lehrkräften aber nicht überbrückt werden, und es kam zu Klassenzusammenlegungen. Da für die öffentliche Schule gleichzeitig kein geeignetes Gebäude vorhanden war, war sie auch nach 1938 in den ehemaligen konfessionellen Schulen und zeitweise sogar in einem Nebengebäude eines Gasthauses („Kantorschule“) untergebracht. Aus oben genannten organisatorischen Gründen musste der Unterricht im Wechsel abgehalten werden, das heißt, eine Klasse hatte am Vormittag Unterricht, eine andere Klasse am Nachmittag. Da also der Fall eintreten konnte, dass man z. B. in der 1. Klasse in der ref. Schule, in der 2. Klasse in der kath. Schule und in der 3. Klasse in der Kantorschule unterrichtet wurde, lernten somit viele Kinder im Laufe ihrer Volksschulzeit alle Schulgebäude kennen. Trotz der herrschenden Wirrnisse begann im September 1945 an „der Volksschule“ der Unterricht. Am 10. September 1945, dem ersten Schultag, tagte die erste Konferenz. Im Schuljahr 1945/46 wurden an der Volksschule sechs deutsche und zwei ungarische Klassen geführt.- Im Jahre 1958 wurde dann auf dem Grundstück in der Schulgasse 4 mit dem Bau der Zentralschule begonnen. Der Komplex besteht aus zwei Häusern. Im Schulgebäude, das an der Straße liegt sind die Bundeshandelsakademie und die Bundeshandelsschule untergebracht. Im zweiten Haus, das etwas zurückversetzt liegt, befindet sich die Volksschule. Der erste Unterrichtstag im neuen Schulhaus war der 9. Jänner 1961, die feierliche Eröffnung und Weihe der Zentralschule durch die drei Oberwarter Pfarrer Böhm, Gyenge und Heintz fand unter Anwesenheit von LH Josef Lentsch und der gesamten pol. Prominenz des Burgenlandes am 21. Oktober 1961 statt. - Seit dem Jahre 1970 engagiert sich der Lehrkörper im Versuchsschulwesen. Seit Herbst 1975 sind alle 17 Klassen im Schulversuch verankert. Ungarisch wird in allen Klassen als Freigegenstand mit drei Wochenstunden unterrichtet. - An die Volksschule angeschlossene Sonderschulklassen gab es in Oberwart schon seit September 1955. Die erste Klasse mit 16 Schülern (1. Bis 3. Schulstufe) war im Gebäude des heutigen Landes-Wasserbauamtes (Evang. Kirchengasse 3) untergebracht. 1961, schon zweiklassig, übersiedelte auch diese Schule in die neu errichtete Zentralschule. Mit Beschluß der Burgenländischen Landesregierung vom 6. Juli 1967 wurde dann die Errichtung einer selbständigen Allgemeinen Sonderschule in Oberwart mit Wirksamkeit vom 1. September 1967 bewilligt. Im Schuljahr 1968/69 wurde die Schule erstmalig vierklassig geführt. Die Schülerzahl betrug 58. Aus organisatorischen Gründen wurde die Oberstufe (6. Bis 8. Schulstufe) in eine Knaben- und in eine Mädchenklasse geteilt. Diese Teilungsform bestand drei Schuljahre lang. Bis zum Schuljahr 1972/73 hatte sich bei vier Klassen die Schülerzahl bis auf 78 erhöht. Sie sank dann von Jahr zu Jahr bis heute auf 53. Der Grund hierfür war die Errichtung von eigenen Sonderschulklassen in mehreren Gemeinden des Bezirkes. Seit Schulbeginn 1975/76 wird die Schule aufgrund der gesunkenen Schülerzahl dreiklassig geführt. Die Schüler der Sonderschule stammen derzeit zu rund 55 % aus Oberwart und 45% aus der Umgebung. Vor 1970 war das Verhältnis umgekehrt. - Zum Gebiet der Sonderschule gehört auch der Sprachheilunterricht. Diesen gab es in Oberwart schon seit 1953. Heute ist die sprachtherapeutische Betreuung aller Pflichtschüler wesentlich besser ausgebaut und umfasst alle größeren Orte des Bezirkes. – 62 Jahre nach der Eröffnung der Zentralschule, am 26. September 2023 fand dann im Beisein von LH Hans Peter Doskozil der Spatenstich für den neuen Bildungscampus statt, der die neue Volksschule, sowie Räumlichkeiten für die Zentralmusikschule und die Stadtkapelle beherbergt. In das vom Architekturbüro „Franz und Sue ZT GmbH“ geplante Bauvorhaben sollten rund 45 Millionen Euro investiert werden. Das Projekt stellt die bis dato größte Investition in der Geschichte der Stadtgemeinde Oberwart dar, jedoch konnte trotz der Größe und Komplexität des Baus unter dem ursprünglich geplanten Budget geblieben werden. Am 8. August 2025 fand die "Schlüsselübergabe" an Volksschuldirektorin Roswitha Imre, ZMS-Direktorin Ramona Tomisser und MVO- Obfrau Angelika Bayer-Miertl statt. Nachdem der Schulbetrieb bereits am 1. September 2025 gestartet hatte, wurde der Bildungscampus und damit die neue Volksschule am 23. Oktober 2025 offiziell eröffnet.

JAHR DER ENTSTEHUNG

2025

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: Zur Verfügung gestellt vom Landesmedienservice Burgenland

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