Im Jahr 1925 entdeckte die STEWEAG AG das Südburgenland als interessantes Absatzgebiet. Schon am 1. August 1925 wurde die Oststeirisch-Burgenländische Wasserkraft AG, kurz OSTBURG, als Tochterfirma der STEWEAG gegründet. Es war das erste Stromversorgungs-Unternehmen in Oberwart. Damit wurde die Straßenbeleuchtung zügig ausgebaut und auch die Installationen der Stromleitungen in den Häusern wurde im Raum Oberwart in Angriff genommen. Anzumerken ist, dass damals nur die schwächsten Glühbirnen verwendet wurden, da der Strom sehr teuer war. - Während des Zweiten Weltkrieges wurde die OSTBURG jedoch liquidiert und von der Mutterfirma STEWEAG übernommen, der Ausbau der Stromversorgung ging jedoch nach 1945 weiter. 1951 wurde in Oberwart ein 60/20 kV-Umspannwerk errichtet, das über eine 20 kV Leitung von Hartberg aus angespeist wurde und die Bezirke Oberwart und Güssing versorgte. - So sehr der Ausbau der Elektrizität im Burgenland auch fortschritt, die Versorgung war in steirischer (STEWEAG für das Südburgenland) und niederösterreichischer (NEWAG für das Nordburgenland) Hand. Das änderte sich, als am 30. Juni 1958 die BEWAG (Burgenländische Elektrizitätswirtschafts Aktiengesellschaft) gegründet wurde. Eigentümer war mit 51 Prozent das Land Burgenland und mit 49 Prozent die Burgenland Holding AG. Die NEWAG und die STEWEAG bekämpften mit allen Mittel gegen diese burgenländische Entwicklung. Das Land Burgenland machte jedoch kurzen Prozess: Unter Landeshauptmann Johann Wagner wurde ein Enteignungsbescheid der Anlage der NEWAG und der STEWEAG ausgestellt, der heftige Reaktionen und Kritik auslöste. Drahtzieher dieser Vorgehensweise war Eugen Horvath, der als langjähriger Generaldirektor die Geschichte der BEWAG in den folgenden Jahrzehnten prägen sollte. - Nach Prisma "Als es in Oberwart Licht wurde";
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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