Reformierte Pfarrgemeinde: Wappen

Reformierte Pfarrgemeinde: Wappen

Zur Zeit des Kirchenbaues war der Großteil der Bevölkerung Oberwarts reformiert. lm Jahre 1772 zählte die Kirchengemeinde 1189 Seelen, während die Zahl der katholischen Gläubigen 546 betrug. Die Reformierten waren alle Ungarn und zum größten Teil Adelige. Sie bildeten die ,,Comunitas der Adeligen", welche die Privilegien und ein gemeinsames Vermögen besaßen. Das Wappen dieser Gemeinschaft scheint in alten Dokumenten oft auf. Es zeigt einen Soldaten in mittelalterlicher Tracht, in beiden Händen je ein Schwert. Ein Schwert wird aufrecht gehalten, das andere vor die Brust gelegt, als Zeichen des Angriffs und der Verteidigung auf die Vergangenheit der Wart weisend. Die Rundschrift des Siegels lautet: „Nobiles de Fölsö-Eör“. Auch die adeligen Familien hatten eigene Siegel. Jedes zeigte einen Schwertarm. Die ref. Kirchengemeinde hat ein eigenes Siegel: Es stellt einen Helden dar, der als Sinnbild des Heldentums und der Reinheit des Glaubens in seiner Rechten ein Schwert, in der Linken eine Lilie hält. Aus der Erde, auf der der Fuß des Streiters ruht, wachsen Weizen und eine Lilie. Ein Hinweis darauf, dass die Oberwarter Erde Brot gibt und Treue fordert. Oberhalb des Wappens ein Lamm mit Fahne als christliches Zeichen der ungarischen Reformierten. - Unter Pfarrer Szeremley (1630 bis 1658) erfolgte endgültig der Anschluss an die reformierte Kirche. 1673 war Oberwart mehrheitlich von Calvinistischen, sodass dieses Jahr als Entstehungsjahr angenommen wurde.

JAHR DER ENTSTEHUNG

1673

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: © „Die Obere Wart“

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