Reformierte Pfarrgemeinde: Friedhof

Reformierte Pfarrgemeinde: Friedhof

Der reformierte Friedhof liegt auf einem Hügel südwestlich der Stadt zwischen Dornburggasse und Vörösdomb. Er wurde 1778 angelegt und 1806 und 1836 vergrößert. Auf Gräbern aus dem 18. und 19. Jahrhundert Iässt sich die Besonderheit der ungarischen Tradition ersehen. So findet man auf den Grabsteinen keine Kreuze, sondern auf den älteren den Stern als Zeichen der Reformierten, auf den jüngeren eine Trauerweide. Die Grabsteine sind so aufgestellt, daß die Schrift vom Grab weg gerichtet ist. Neben Grabsteinen finden sich aber auch einfache Holzpfähle, an denen ein kleiner Kasten aus Metall mit einer in Scharnieren beweglichen, verschließbaren Türe angebracht ist. In diesen Kästen befanden sich Blechtafeln, auf denen die Namen der Verstorbenen vermerkt sind. Die älteren Grabsteine enthalten nach ungarischer Tradition weder das genaue Geburts- noch das genaue Todesdatum, sondern entweder die Altersangabe des Verstorbenen oder die Jahreszahlen seines Lebens. Bei den älteren Steinen herrscht Sandstein als Material vor. Leider sind dadurch eine Reihe älterer Inschriften kaum noch lesbar. - Aus 1848 ist bekannt, dass die Gemeinde einen Acker geerbt hatte, von dem eine Hälfte testamentarisch für einen Weg zum Friedhof gewidmet war, die andere Hälfte Pfarrer und Ecclesia vermacht. Der private Weg zum reformierten Friedhof wurde 1888 ausgebaut und dürfte entlang der heutigen Augasse verlaufen. - Im Friedhof wurden noch vor der 200-Jahr Feier der Mittelweg gepflastert und zwischen den Gräbern Brunnen aufgestellt, die an die städtische Wasserleitung angeschlossen sind.

JAHR DER ENTSTEHUNG

2015

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: Digitale Sammlung Langer/Schober

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