BF vom 18. Mai 1978: Nachruf auf Ing. Otto Wölfer (*1921/+1978)

BF vom 18. Mai 1978: Nachruf auf Ing. Otto Wölfer (*1921/+1978)

„Ing. Otto Wölfer ist nicht mehr. Nach kurzer, schwerer Krankheit, die er mit großer Geduld ertrug, starb am 15. Mai Ing. Otto Wölfer, der Leiter des Betriebsbereiches Oberwart der BEWAG. Mit ihm verliert nicht nur das Unternehmen einen ausgezeichneten Fachmann, sondern seine Mitarbeiter einen sorgenden Vorgesetzten und alle Kunden der BEWAG und insbesondere die Gemeinden, einen konzilianten Betreuer. - Otto Wölfer wurde am 17. Juni 1921 in Kotezicken als Sohn eines Gemeindeangestellten geboren und besuchte nach der Volks- und Hauptschule die Staatsgewerbeschule in Wien. [Anm.: Die historische k.k. Staatsgewerbeschule in Wien war eine wegweisende technische und gewerbliche Bildungseinrichtung, die im späten 19. Jahrhundert im ersten Wiener Gemeindebezirk gegründet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden alle diese Schulen in Bundesgewerbeschulen - heute meist HTBL – umbenannt]. Nach seinem Studium war er in Forschungs- und Entwicklungslaboratorien in Berlin tätig, war dann Soldat und kehrte im Herbst 1945 aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück. Ab Mitte1946 arbeitete Ing. Wölfer bei der STEWEAG und wurde bereits nach kurzer Tätigkeit mit dem Betriebsleitungsdienst Deutschlandsberg betraut, was auf seine vorbildliche und gewissenhafte Dienstauffassung zurückzuführen war. Mit der Übernahme der Stromversorgung durch die BEWAG im Jahr 1959 wurde er Leiter der Betriebsabteilung in Oberwart und bereits 1962 Leiter des Betriebsbereiches Oberwart. - Ing. Otto Wölfer war eine markante Persönlichkeiten, die auch für die sozial- und gesellschaftspolitische Einordnung des Burgenlandes in neue Strukturen viel leistete. Er war nicht nur ein ausgezeichneter Fachmann, sondern auch ein höflicher, hilfsbereiter und korrekter Kollege und Vorgesetzter. Die BEWAG verliert mit ihm einen ihrer Besten, seiner Familie wird der Gatte und Vater sehr fehlen“.

JAHR DER ENTSTEHUNG

1978

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: © ÖNB – ANNO: Historische österreichische Zeitschriften und Zeitungen

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