Die Oberwarter Zeitung vom 10. April 1966 berichtet in ihrem Artikel über das Leben und den Begräbnistag von Dr. Fuith: .) die Einsegnung im Trauerhaus durch Bischof Dr. Stefan Laszlo in lateinischer und ungarischer Sprache; .) seine Worte am Grab in deut. Sprache unter großer geistlicher Assistenz, .) den Nachruf der Anwaltskollegenschaft durch Dr. Alexander Nemecz; .) die Abschiedsworte durch FF-Kommandanten Alexander Granich, Bgm. Ferdinand Hatvagner, Landesjägermeister DI Franz Strobl, Stadtpfarrer Dr. Ladislaus Triber, Offizier Hptm. Hans Bucher und Kirchenrat Koloman Sterniczky; - Der gesamt Text lautet: (OZ). - Der weit über die Grenzen des Oberwarter Bezirkes, ja des Burgenlandes hinaus bekannte Rechtsanwalt Dr. Karl Fuith [Bild #662] ist nicht mehr. Im 82. Lebensjahr stehend übte er seinen Beruf mit der gleichen Intensität und Liebe wie ehedem bis knapp vor seinem Tode aus. Er gehörte damit zu den ältesten, aktiv tätigen Rechtsanwälten Österreichs. - Dementsprechend groß war die Trauergemeinde [Bild #1321], waren die Kranz- und Blumenspenden aus allen Teilen der Bevölkerung. - Die Einsegnung im Trauerhause nahm Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo in lateinischer und ungarischer Sprache, im Friedhof in deutscher Sprache [Bild #1322] unter gosser geistlicher Assistenz vor. Bischof DDr. Laszlo, der den Verstorbenen durch lange Jahre kannte, erklärte, er habe es als seine Pflicht erachtet, Dr. Karl Fuith diesen letzten Dienst zu erweisen. In einem tiefempfundenen Nachruf stellte der Bischof das Leben dies Verschiedenen als leuchtendes Beispiel in schwerer Zeit dar. Zugleich brachte er sein innigstes Mitgefühl der trauernden Familie gegenüber zum Ausdruck. - Namens der Anwaltschaft hielt NRAbg. a. D. Dr. Alexander Nemecz einen Nachruf. Er schilderte den beruflichen Werdegang des aus Pinkafeld stammenden Rechtsanwaltes, der seine Konzipientenjahre, beim seinerzeitigen ungarischen Nationalrat und Rechtsanwalt Dr. Guth [Anm.: richtig „Gueth“ – Bild #9389] begonnen habe. Neben seiner beruflichen Tätigkeit war Dr. Karl Fuith Mitglied des Gemeinderates von Oberwart, des Burgenländischen Landtages, Bezirksfeuerwehrkommandant, Bezirksjägermeister [Bild #556] und weltlicher Präses [Bild #7001] der römisch-katholischen Kirchengemeinde von Oberwart. Erst im Vorjahr wurde er vom Papst mit den Insignien des Ritterkreuzes vom Orden des hl. Silvester [Bild #602] ausgezeichnet. Dr. Nemecz hob hervor, daß Dr. Karl Fuith stets ein standesbewußter, im Interesse seiner Klienten handelnder Rechtsanwalt war, der unerschrocken für Recht und Gerechtigkeit Zeit seines Lebens eintrat. Mit ihm, so schloß Dr. Nemecz, erlosch ein Stück altes Oberwart. – Brandinspektor Granich sprach namens der Feuerwehr, Bürgermeister Hatvagner namens der Stadtgemeinde Oberwart und Landesjägermeister NRAbg. A.D. Dipl. Ing. Strobl namens der Jägerschaft, die in großer Zahl erschienen war [Bild#1323]. Weiter Ansprachen hielten u.a. Stadtpfarrer Dr. Triber, der die kirchlichen Tätigkeiten umriß, sowie Hauptmann Bucher, da Doktor Karl Fuith auch Oberleutnant d. R. war [Bild #564], und Koloman Sterniczky als Vertreter des Kirchenrates. Unter den Trauergästen sah man u.a. Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Dax, die Oberlandesgerichtsräte Dr. Roscher und Dr. Posch, Landesgerichtsrat Dr. Iro, NRAbg. a.D. Dipl. Ing. Kottulinsky, Bezirksgendarmeriekommandant Kontrollinspektor Terkovics. – Die Schaffenskraft des nunmehr Toten auf kirchlichem Gebiet galt zuletzt dem Kirchenneubau in Oberwart. Dr. Karl Fuith wurde aus dieser Arbeit ebenso abberufen, wie vor eineinhalb Jahren sein Freund Stadtpfarrer Dr. Heintz. Stadtpfarrer Triber erinnerte auch an diese Schaffenskraft, und ergänzend dazu kann gesagt werden, daß sie Vermächtnis und Auftrag für die Lebenden ist.
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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