Ausführlicher Artikel in der Oberwarter Zeitung vom 18. Juni 1950: "Gendarmeriegedenkfeier in Oberwart"

Ausführlicher Artikel in der Oberwarter Zeitung vom 18. Juni 1950: "Gendarmeriegedenkfeier in Oberwart"

Die Zeitung schreibt: "Gendarmeriegedenkfeier in Oberwart. Das Gendarmerieabteilungskommando Oberwart hat am Sonntag, den 11. Juni, die Bevölkerung von Oberwart zu einer schlichten, dafür um so eindrucksvolleren Gendarmeriegedenkfeier eingeladen und wurde dieser Einladung in überaus reichem Maße Folge geleistet. - Unter klingendem Spiel der Musikkapelle Janisch marschierte die Gendarmerieformation zur Feldmesse vor der röm.-kath. Kirche, zu der sich die Bevölkerung in ungemein großer Zahl eingefunden hatte. Die Feldmesse wurde von Pfarrer Paal, verbunden mit einer eindrucksvollen Predigt und Mitwirkung des Männergesangvereines Oberwart, zelebriert. - Nach Beendigung der weihevollen Andacht begaben sich die Teilnehmer zum Kriegerdenkmal, wo die ausgerückte Gendarmerieformation Aufstellung nahm. - Stabsrittmeister Steflitsch ergriff sodann das Wort zu seiner tiefempfundenen Gedenkrede. In warmen Worten gedachte er der 99 Gendarmeriebeamten, die in Ausübung ihrer Pflicht ihr Leben einbüßten und der weiteren 120, die Verwundungen erlitten, zum Teil derart schwere, daß sie mir dauernder Invalidität verbunden sind. Die große Verantwortung des Gendarmeriebeamten erfordert den vollen Einsatz des Menschen und Freude und Idealismus für diesen verantwortungs- und oft gefahrvollen Dienst. - Anschließend gedachte Bezirkshauptmann Penzinger in ergreifender Rede der in treuer Pflichterfüllung getöteten und verwundeten Gendarmeriebeamten. In eindringlichen Worten sprach er zur Bevölkerung, sich der Schwere und Einsatzbereitschaft dieses Berufes klar zu werden. - Nach Beendigung der Ansprachen erfolgte die Kranzniederlegung, woraus von der Musikkapelle gespielt, das Lied vom guten Kameraden erklang. Leise und zu tiefst ergreifend trugen die lauen Lüfte die Melodie „Ich halt' einen Kameraden“ in die weite Ferne und grüßte 99 tote Kameraden. - Hierauf erfolgte die feierliche Angelobung von drei Gendarmeriebeamten durch Stabsrittmeister Steflitsch. - Die Bundeshymne, gespielt von der Musikkapelle Janisch, beschloß die stimmungsvolle Gedenkfeier beim Kriegerdenkmal. - Im Anschluß daran erfolgte am Hauptplatz, unter klingendem Spiel, der Vorbeimarsch der Gendarmerieformation. - Ein Kameradschaftstreffen im Gasthaus Neubauer beendete die eindrucksvolle Gedenkfeier".

JAHR DER ENTSTEHUNG

1950

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: © ÖNB – ANNO: Historische österreichische Zeitschriften und Zeitungen

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