Die Oberwarther Sonntagszeitung vom 12. August 1934 schrieb zum frühen Tod von Herrn Zambo: "Sterbefälle. Am 3. August um 11 Uhr nachts wurde Tibor Zambo, der 30jährige Sohn des Weinhändlers Josef Zambo in Oberwarth, nach einem langen Siechtum und unsäglichem Leiden durch den unerbittlichen Tod den Seinen entrissen. Kein ärztliches Wissen, keine Heilanstalt vermochten ihm die Gesundheit wiederzugeben. Unter einer selten großen Menge von Trauergästen aller Konfessionen fand am Sonntag den 5. d. nachmittags das Begräbnis statt. Schon vor der anberaumten Zeit war der große Hof [Anm.: OW 66 / Steinamangererstraße 75] besetzt von Trauergästen, zu welchen noch Abordnungen, wie der reformierte Leseverein, der reformierte Gesangverein mit Fahne, der Jagdschutzverein, die Jugendfreunde und -freundinnen und die Schuljugend mit unzähligen Kränzen gekommen waren. Das Leichenbegängnis begann mit einem Trauerchoral der ref. Gemeindemitglieder, nach welchem Superintendent Bajcsy die tiefempfundene und alle Herzen bewegende ungarische Leichenrede hielt. Da sah und hörte man mit den tiefgebeugten Familienmitgliedern alt und jung um den Entschlafenen weinen, der ob seines liebenswürdigen, zuvorkommenden und bescheidenen Wesens geschätzt und geliebt war. Den Leichenzug eröffnet die Jugend mit prachtvollen Blumen und Kränzen, worauf die Vereine sich anschlossen. Dem blumenbedeckten Sarg folgten die tiefgebeugten Eltern, Geschwister und Verwandten. Auf dem evang. Gottesacker sangen die reform. Gemeindemitglieder ein Grablied, nach welchem Pfarrer und Konsenior Paul Geißtlinger ein inniges Gebet in deutscher Spräche verrichtete und den Leichnam einsegnete. Tieferschüttert verließen die zahlreichen Trauergäste den Gottesacker".
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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