Gerhard Schönfeldinger, der Sohn von Karl und Theresia, wurde am 7. Juni 1935 in Bernstein geboren. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er schon in jungen Jahren von seinem Vater, sowie von einem Ortslehrer in Bernstein. Dabei lernte er Violine, Akkordeon und Klarinette. - Für das letztgenannte Instrument legte er 1949 die Aufnahmeprüfung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien ab. Seine Studien belegte er bei Leopold Wlach, Karl Österreicher und Rudolf Jettel. Finanziert hat er sich das Studium als Mitglied in der Kapelle des Vaters, der „Kapelle Schönfeldinger“. 1957, im Jahr seines Studienabschlusses trat Schönfeldinger als Soloklarinettist die Stelle beim vom Österreicher Franz Litschauer gegründeten Symphonieorchester in Kairo an. Dort erhielt er für das Schuljahr 1960/61 auch eine Lehrverpflichtung am örtlichen Konservatorium. - Im Jahr 1961 kehrte er nach Österreich zurück und begann an der Musikschule in Oberwart zu unterrichten und übernahm die Leitung der Musikschule in Pinkafeld, die er bis 1965 innehatte. 1966 gründete Gerhard Schönfeldinger gemeinsam mit seinem Vater Karl und seinem Bruder Herbert die Spielmusik Schönfeldinger und war damit auch noch viele Jahre im Bereich der Volksmusik unterwegs. – Durch seine Bekanntschaft mit Adolf Schäffer war er 1962 auch in den Aufbau der Expositur Oberschützen der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz mit einbezogen worden. Dort bekam er gleich nach deren Gründung 1965 einen Lehrauftrag für Klarinette. [Anm.: Die Expositur in Oberschützen wurde ursprünglich errichtet, um auch jenen Personen ein ordentliches Studium an einer Kunsthochschule zu ermöglichen, die aus verkehrstechnischen Gründen sonst nicht die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Seit 1998 als Institut 12 in die Organisationsstruktur der Kunstuniversität eingebunden, verfügt sie über eine eigene Studien- und Prüfungsabteilung sowie eine Bibliothek. Anfangs war sie in der LBA (heute Wimmergymnasium) seit 1982 im Neubau des Kulturzentrums Oberschützen untergebracht]. Mit der Umwandlung der Akademie zur Hochschule war 1970 auch sein Aufstieg zum Universitätsprofessor verbunden. Nach Adolf Schäffer leitete Gerhard Schönfeldinger die Expositur 20 Jahre lang von 1971 bis 1991 und übernahm nach dessen Tod im Jahr 1977 gleichfalls die Leitung der Kulturvereinigung Oberschützen. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Blasmusik der Musikschule Oberschützen-Bad Tatzmannsdorf im Jahr 1979, die ebenfalls auf seine Initiative zurückging. Darüber hinaus war Schönfeldinger 1. Präsident des von ihm gegründeten Vereins „Komponisten und Interpreten im Burgenland“. Musiker, Musikpädagoge und OHProf. Gerhard Schönfeldinger starb am 28. Mai 2003 in Oberwart".
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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