Baugeschichte der Osterkirche: Am 8. Juli 1964 wurde ein Kirchenbaukomitee gegründet, um die Vorarbeiten für den Neubau der Kirche zu beginnen. Doch bereits am 1. September 1964 verstarb Stadtpfarrer Dr. Matthias Heintz. - Am 14. März 1965 wurde der neue Stadtpfarrer in sein Amt eingeführt. Am 29. April 1965 wurde das Kirchenbaukomitee einberufen, und aus dessen Reihen ein Kirchenbaurat bestellt. In der Folge wurde am 4. Mai 1965 das Raumprogramm von den bischöflichen Stellen festgelegt. Am 9. Mai 1965 erfolgte eine Pfarrkirchenratssitzung, in der die Bauagenden dem Kirchenbaurat übertragen wurden, welcher am 13. Mai 1965 seine konstituierende Sitzung hielt. Am 19. und 20. Juni 1965 unternahmen die Mitglieder des Kirchenbaurates und des Pfarrkirchenrates eine Studienreise, um neue Kirchen zu besichtigen. Das Ergebnis der Kirchenbereisung wurde dem Diözesanbischof vorgelegt, der die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes genehmigte. Am Wettbewerb beteiligten sich folgende Architekten: Arbeitsgruppe 4 (Kurrent und Spalt), Wien; Tibor Brestyansky, Großpetersdorf; Planungsgruppe Domenig-Huth, Graz; Rudolf Schober, Oberwart; Ottokar Uhl, Wien; welche am 30. September 1965 nach Oberwart kamen, um die lokale, soziale und pastorale Situation kennenzulernen. In der Zwischenzeit hat am 24. September 1965 das Kirchenbaukomitee den Beschluß über die Aufbringung der Eigenmittel gefaßt. Alle katholischen Haushaltsvorstände sollten gebeten werden, ein Monatsgehalt innerhalb von drei Jahren für den Kirchenbau zur Verfügung zu stellen. Am 8. November 1965 begann die Zeichnungsaktion. Allgemein überraschte die Bereitwilligkeit der Gläubigen, ihren Beitrag zu leisten, so daß am 31. Jänner 1966 bereits die Summe von 1 Million Schilling erreicht war. - Am 17. Jänner 1966 trafen die Entwürfe für den Wettbewerb ein. Die Vorprüfer, Hofrat Kranitz und Oberbaurat Jandrasits, arbeiteten sie durch. Am 10. Februar 1966 tagte die Jury über die Bewertung der eingereichten Projekte im Stadtsaal unter dem Vorsitz des Herrn Dekans Dr. Karl Schwanzer von der TH Wien. Der Jury gehörten ferner an: Prof. Dr. Ferdinand Schuster von der TH Graz; Prof. P. Dr. Herbert Muck S. J., Wien; Architekt Gottfried Nobl, Linz; Landeskonservator Dr. Alfred Schmeller, Wien; Baudirektor Johann Braunschmidt, Eisenstadt. Der 1. Preis wurde der Planungsgruppe Günther Domenig und Eilfried Huth, Graz, zuerkannt, deren Entwurf zur Ausführung empfohlen wurde. In der Folge wurde die gesamte Bevölkerung mit dem Ergebnis der Jury konfrontiert. In einer öffentlichen Befragung stimmten von 364 Einwohnern 212 für das Projekt Domenig-Huth. In verschiedenen Besprechungen mit den kirchlichen Stellen wurde nun das Projekt reduziert. Am 5. Mai 1966 teilte der Vorstand des Diözesankirchenrates mit, daß die Diözese einen Beitrag von 4,4 Millionen Schilling für das Bauvorhaben zu leisten bereit sei. Am 5. Juli 1966 kam die Erlaubnis, die Architektenverträge für Kirche und Pfarrheim abzuschließen, die Detailpläne erstellen zu lassen, die baubehördliche Bewilligung einzuholen und die Arbeiten auszuschreiben. Am 7. Juli 1966 wurden die Verträge mit den Architekten und dem Statiker Dr. Franz Forstlechner, Graz, unterzeichnet. - Im Oktober und November 1966 wurde das Dach der alten Kirche als erste Etappe der Kirchenanlage renoviert. Am 15. Dezember 1966 wurden die Baumeisterarbeiten zum Neubau der Kirchenanlage öffentlich ausgeschrieben. Die Anbotseröffnung erfolgte am 16. Jänner 1967, wobei elf Firmen geboten haben. Im Februar wurden die Anbote für sonstige Professionistenarbeiten eröffnet. Am 1. März 1967 wurden die Baumeisterarbeiten vergeben. Nach langwierigen Verhandlungen teilte am 19. März 1967 die B. Finanzkammer mit, unter der Voraussetzung, daß die Pfarre einen Betrag von 4,64 Millionen Schilling aufbringt, leiste die Diözese denselben Beitrag. Am 25. März 1967 traf die Nachricht ein, daß der Diözesanbischof die Genehmigung zum Bau der Kirche und des Pfarrheimes erteilt habe. Dies wurde beim Ostergottesdienst den Gläubigen freudig mitgeteilt. - Am 11. April 1967 erfolgte der feierliche Beginn der Erdarbeiten für die Kirchenanlage. Am 13. Mai 1967 traf schließlich das offizielle bischöfliche Genehmigungsdekret ein. Am 24. Juni 1967 weilte Diözesanbischof DDr. Stephan Laszlo in Oberwart, um die Segnung der Fundamente und die Weihe des Grundsteines für die neue Kirche vorzunehmen. - Im Juni 1968 stellte sich heraus, daß die Baukostensumme mit 9,6 Millionen Schilling nicht gehalten werden kann. In verschiedenen Besprechungen mit den bischöflichen Stellen genehmigte der Diözesanbischof eine Erhöhung der Baukostensumme auf 12,2 Millionen Schilling, wobei die Diözese 6,1 Millionen Schilling beitrug. Namhafte Beträge stellten das Bundesministerium für Unterricht, die Burgenländische Landesregierung sowie die Stadtgemeinde Oberwart zur Verfügung. Dr. Demeter Linzer
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
Kommentare
Sie haben eine Frage zu dem Bild oder möchten einen Kommentar dazu abgeben? Registrieren Sie sich bitte mit Namen und Email-Adresse bzw. melden Sie sich unter LOGIN an, wenn Sie schon registriert sind.