Das Presbyterium der reformierten Pfarrgemeinde

Das Presbyterium der reformierten Pfarrgemeinde

Die Personen von links nach rechts: 1 Mihály PONGRÁCZ, 2 Kálmán BENKÖ, 3 Sándor BALIKÓ, 4 Pfarrer Dr. Imre (Emmerich) GYENGE, 5 János BENKÖ (der damals neu gewählte Kurator), 6 Ernö (Ernst) TÖLLY, 7 Sándor OSVALD, 8 Lajos RICZINGER, 9 Mihály IMRE, 10 Sándor HEGEDÜS, 11 Lajos FÜLÖP, 12 Sándor (Alexander) ZÁMBÓ; - Das Presbyterium ist ein von den Gemeindegliedern gewähltes Gremium, das die Pfarrgemeinde zusammen mit dem Pfarrer verantwortlich führt. Das Presbyterium gewährleistet die volle Mitverantwortung der Laien in der Kirche und die weitgehende Selbständigkeit der Pfarrgemeinde. Die protestantischen Kirchen sind heute überall nach dem sogenannten „Presbyterial-Synodalen-Prinzip“ so aufgebaut, daß die Gemeindeglieder ihre Presbyter wählen, die wieder ihre Delegierten in die legislative Kirchenversammlung, die Synode, entsenden, die paritätisch besetzt ist, d. h. gleich viele geistliche und weltliche Mitglieder hat. So ist die protestantische Kirchenorganisation auf die Pfarrgemeinde aufgebaut. – Bereits Pfarrer Josef Arany, der seine Stelle in Oberwart 1812 antrat, schrieb über das Presbyterium: „Seit jeher war es Usus in den reformierten Ecclesien, daß einige ältere, vermögendere, verständigere, frömmere, den Nutzen der Allgemeinheit suchende Gemeindeglieder ausgewählt und unter Eid genommen wurden, zu dem Zweck, daß sie zusammen mit dem Prädikator über die schöne Ordnung und über den Frieden der Gemeinde wachten, daß sie sich der Gemeindeglieder mit anstößigem Lebenswandel annahmen und sie ihren Verfehlungen entsprechend mit leichteren oder härteren Strafen belegten, um sie - wenn möglich - zu bessern. Sie sollten die Liegenschaften und beweglichen Güter der Ecclesia beaufsichtigen, die Schäden und Mängel zu ergänzen suchen, die Einkünfte und das Vermögen der Gemeinde auf jedem gerechten Weg vermehren und die Ausgaben wirtschaftlich beschränken. Sie sollten vom gewählten Kurator und Verwalter jährlich peinliche Rechenschaft fordern und Sorge tragen, daß für die Bezahlung des Prädikators und des Schulmeisters die Mittel gesammelt und rechtzeitig ausgefolgt werden. Sie sollten die verschiedenen Verordnungen und Befehle höherer Stellen effektuieren und im allgemeinen die Gemeinde so leiten und dirigieren, daß deren guter Stand und Glück von Tag zu Tag wachsen und vermehrt werden. Solche Ältesten oder Vorsteher gibt es in dieser heiligen Ecclesia zwölf an der Zahl“.

JAHR DER ENTSTEHUNG

1960

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Gerald Jezerniczky / Danke an Fam. Gyenge und Fr. Muth zur Recherche bzgl. der Namen.

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